Erstaunlich: Juristische Blogschreiber stellen sich stumm  

Die erfolglose Suche bei den griechischen Institutionen mit technischer oder medialer Verantwortung nach den Feeds ihrer Informationsdarstellung erinnert den Bastler der Sammelseite für juristisch-relevante Informationen an die Fehler so vieler Betreiber, die im Internet für rechtliche Kompetenz in Internetangelegenheiten werben und dabei ihren Mangel an technischem Verständnis aufweisen.

Gerade bei Rechtsanwälten und Ministerien, die in technischen und medialen Bereichen agieren und kompetent zu beraten behaupten, ist das erstaunlich.

Zwei Fehler wiederholen sich auf der ganzen Welt:
1.   Blogbetreiber sollten wissen, wie sie ihren Feed einstellen. Lösungen nennen sich meist feed, atom, rss in mehreren Variationen, rdf und xml.
2.   Ihren Feed sollten sie auffindbar in ihre Seite einbinden.
3.   Ein Feed sollte auch nutzbar sein. LTO hat beispielsweise einen Feed, der den Title-Tag mit Leerzeichen und Leerzeilen beginnt. Nicht lehrreich. Dann erscheint in Multiplikatoren auch nur viel Leeres - oder gar nichts, wenn die Titelwiedergabe auf eine bestimmte Zeichenzahl begrenzt ist. Ein Titel sollte schließlich nicht 500 oder 1000 Zeichen lang sein. 50 bis 100 Zeichen empfehlen sich seit den Zeiten Gutenbergs für eine Überschrift.
4.   Besonders erstaunt, dass Verfasser von Berichten sich nicht bemühen, Pseudonym, Klarnamen oder Sonstiges in ihre Blogsoftware einzutragen, damit ihr Ruhm auch von Dritten gebührend gewürdigt werden kann.
5.   Was nützt die Beachtung all dieser Regeln, wenn der Server die falsche Zeit anzeigt? Das Parlament in Athen betreibt ein Blogs zu zahlreichen rechtlichen Themen, aber die Uhr zeigt das Jahr 1969. So ein Feed bleibt in temporal gradlinig sortierten Sammlungen unsichtbar.

Alles kann schief gehen und Flüchtigkeitsfehler sind verzeihbar, aber simple Blog-Einstellungen sollte auch der Laie vornehmen.
23. 03. 2019